Tanzen – der Jungbrunnen für Körper und Geist

Bereits die alten Kulturen kannten die positiven Auswirkungen von Tanz auf unseren Körper und unseren Geist. Und auch die moderne Wissenschaft bestätigt, dass Tanzen viel mehr ist als nur eine Freizeitbeschäftigung. Tanzen hat einen positiven Einfluss auf die Gesundheit, die Psyche und den Alterungsprozess. In diesem Artikel erfährst du mehr darüber.

Jeder kann tanzen!

Leider denken viele Menschen, sie könnten nicht tanzen. Genauso wie viele behaupten, sie seien unsportlich oder nicht kreativ. Viel zu oft, sind schlechte Erfahrungen aus unserer Kindheit daran schuld.

Es wurde uns einfach die Freude daran ausgetrieben.

Immer wenn wir neue Fähigkeiten lernen, wollen wir erstmal spielerisch entdecken und uns ausprobieren. Und dann: Schritt für Schritt, in unserem Tempo, die Möglichkeiten erweitern und verbessern.

Dabei brauchen wir vor allem Freiheit und positive Motivation. Es muss Freude machen. Stattdessen gab es vom ersten Moment an: Zwang und Bewertung. Das tötet jedes Fünkchen Freude. Mit dem Resultat, das wir solchen Situationen lieber gleich aus dem Weg gehen. Die (häufig negative) Bewertung hat uns damals “entwertet“. Die Erinnerung daran ist zu schmerzlich.

Ich habe oft erlebt, dass sich neue Tanzschülerinnen, in der ersten Stunde, erstmal dafür entschuldigt haben, das sie nicht tanzen können. Meine Antwort war dann:

Na du bist da, um es zu lernen, wenn du schon alles könntest, bräuchtest du mich nicht. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Uns fehlt ganz oft, das Bewusstsein dafür, dass wir alles lernen können. Aber das geht nur mit Übung. Schritt für Schritt. Jeder in seinem Tempo.

Vielleicht wird nicht aus jedem ein Meister, das muss ja auch gar nicht sein. Jedoch eine gewisse Grundlage kannst du dir immer aneignen. Vorausgesetzt: Es ist Interesse und eine gewisse Begeisterung für das Thema vorhanden.

Indem wir es tun, erweitern wir unsere Fähigkeiten.

Im Grunde kann jeder Mensch tanzen. Es geht auch nicht immer darum, perfekte Choreographien zu beherrschen, sondern einfach zu spüren, wie sich der Körper zur Musik bewegt. Tanzen kann zu einem wunderbaren Erlebnis werden, wenn man den Kopf ausschaltet und sich ganz auf den Moment einlässt.

Stell dir mal Folgendes vor:

Du bewegst dich mit Freude und Leichtigkeit. Du spürst den Rhythmus der Musik im Körper. Du lässt dich davon einfach tragen. Du spürst deine Kraft. Deine Zartheit. Deine Sinnlichkeit. Du fühlst wie gut dir das tut. Wie schön es ist, wenn du dich mit Bewegung ausdrücken kannst. Wie befreiend es ist, wenn du deine Emotionen sichtbar machen kannst. Mal wild, mal sanft, mal traurig und dann wieder voller Lebensfreude.

Tanzen hält jung

Tanzen ist eine der besten Möglichkeiten, um fit und gesund zu bleiben.

Studien zeigen, dass Tanzen das Gehirn stimuliert und das Gedächtnis verbessert. Das heißt: Weit verbreitete und immer häufigere Erkrankungen, wie Demenz und Alzheimer, können wir mit tanzen präventiv vorbeugen.

Tanzen fördert auch das Gleichgewicht und die Koordination. Kräftigt die Muskeln und hält beweglich.

Das ist doch genau das, was wir gut gebrauchen können. Ein ganzes Leben lang!

Dabei macht tanzen noch Freude und verbindet mit anderen. Das hat eine heilsame Wirkung auf die Psyche. Es hilft dabei Stress abzubauen und das Selbstbewusstsein zu stärken. Tanzen kann auch dazu beitragen, Ängste und Depressionen zu reduzieren.

Eine Studie aus dem Jahr 2018 zeigt, dass Menschen, die regelmäßig tanzen, ein höheres Maß an Glück, Zufriedenheit und Lebensqualität erfahren.

Es ist also ein ganzheitliches Wohlfühl- und Verjüngungsprogramm für Körper und Geist.

Tanzen hilft gegen den Alterungsprozess

Tanzen kann auch den Alterungsprozess verlangsamen und das Aussehen der Haut verbessern.

Eine Studie aus dem Jahr 2018 zeigt, dass Tanzen dazu beitragen kann, die Telomere zu schützen. Das sind die Schutzkappen an den Enden der Chromosomen, die sich mit zunehmendem Alter verkürzen. Die Länge der Telomere ist u.a. ein wichtiger Indikator für das biologische Alter einer Person.

Das Erstaunliche ist jedoch: Unsere Lebensweise hat einen erheblichen Einfluss auf die Telomere. Und die moderne Forschung zeigt eindeutig: Regelmäßiges Tanzen ist dabei von großem Nutzen und hilft tatsächlich dabei, das biologische Alter zu verjüngen.

Es wird davon ausgegangen, dass es sich hier um einen Mechanismus handelt, der evolutionär bedingt in unseren Genen verankert ist. Bestimmte Faktoren unseres Lebens können unseren “Überlebensmechanismus” aktivieren. Die Zellen können dann besser regenerieren. Dabei wird das Enzym Telomerase erhöht. Das ist genau der Stoff der dafür sorgt, dass die Telomere fit bleiben. Das Stresshormon Cortisol macht z.B. genau das Gegenteil. Stress lässt uns altern. Tanzen entspannt wunderbar. Beruhigt die Nerven und den Hormonspiegel. Deswegen ist es so ein Jungbrunnen.

Zudem erhöht Tanzen die Durchblutung, was zu einem besseren Hautbild führt. Durch das Schwitzen beim Tanzen werden Giftstoffe aus dem Körper ausgeschwemmt und die Haut wirkt insgesamt straffer und jünger.

Das deckt sich auch mit meinen Beobachtungen: Tänzer und Tänzerinnen bleiben länger jung und sehen sehr oft (auch noch) bis ins hohe Alter sehr gut und charismatisch aus.

Als Fazit lässt sich sagen:

Tanzen ist nicht nur eine schöne Freizeitbeschäftigung, sondern auch eine hervorragende Möglichkeit, um körperlich und geistig fit zu sein und zu bleiben. Es hält jung. Es entspannt. Es macht Freude und verbindet mit anderen Menschen.

Auch wenn du immer dachtest, dass du nicht tanzen kannst. Du kannst es! Du brauchst es bloß zu tun. Fang einfach an. Mach die Musik an und genieße die Zeit.

In meinem Coaching begleite ich Frauen auf ihrem Weg zu einem gesunden, verjüngten und erfüllten Leben – und das kann auch durchaus heißen, dass wir gemeinsam das Tanzbein schwingen. Lass uns zusammen die positiven Effekte von Tanz und Bewegung nutzen und uns auf den Weg zu einem gesünderen und glücklicheren Leben machen!

Gleich los tanzen: Hier hast du eine Anregung.

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